Tierkommunikation: Die Ausstrahlung des Hundes

Hallo liebe Leser,

 

Im letzten Blog-Beitrag konntet ihr einiges über die Tierkommunikation erfahren, und habt jetzt in Etwa eine Vorstellung bekommen, was dabei ans Licht kommen kann. Heute erzähle ich, in welchen Momenten sie für mich wichtig ist, und gebe Anregungen wie ihr mit Hilfe von ihr mehr über eure Tiere erfahren könnt.

 

Ausstrahlung

 

Wenn Hunde zu mir ins Gruppentraining kommen, beobachte ich sie ganz genau. Ich analysiere die Körpersprache, sehe mir den Augen-Ausdruck an, spüre die Stimmung, in der die Hunde zum Tor herein kommen. Kurz gesagt: Ich nehme ihre Ausstrahlung wahr. Kommunikation bedeutet viel mehr als nur "sprechen". Es ist ein Austausch von Informationen. Dieser kann auch ohne vokale Sprache hervorragend gelingen. In dem Falle vom Hund, der zum Tor rein kommt, hole ich mir Informationen über seine Ausstrahlung, und er macht das gleiche: Er spürt die Emotionen, die ich in mir trage, und auch die der anderen anwesenden Menschen und Hunde. Nach diesem winzig kurzen Moment des Innehaltens, wissen wir mit wem wir es zu tun haben, und Vertrauen kann entstehen.

 

Auch in der Hunde-Osteopathie nimmt die Ausstrahlung einen unglaublich hohen Stellenwert für mich ein. Natürlich nehme ich auch da den Hunde genau "unter die Lupe". Doch noch viel mehr: Bevor ich einen Hund und seine Menschen kennen lerne, kümmere ich mich hier IMMER zu erst um meine eigene Ausstrahlung. Die MUSS hier absolut stimmig sein, denn ich berühre in den therapeutischen Massagen die Hunde sehr tief, und auch die Besitzer spüren das. Diese tiefe Entspannung kann nur eintreten, wenn ich mich selbst gut fühle und meine Einstellung eine dienende ist, ich auch zufrieden bin mit allen Gefühlen, die durch den Kontakt mit dem Hund entstehen (Nicht alle Hunde sind zufrieden mit ihrem Leben... Manche sehr kranke Hunde wollen sterben, doch Menschen möchten das verhindern..., manche Hunde haben Tumore oder Ähnliches..., manchmal sind Menschen im Umfeld der Hunde krank oder haben Süchte, und der Hund leidet darunter...). 

Auch brauchen Herrchen und Frauchen in den osteopathischen Terminen Zuwendung und Beratung hinsichtlich des Gesundheitszustandes ihres Vierbeiners. Ich liebe diese Gespräche sehr - hier werden solche guten Entschlüsse im Sinne des eigenen Vierbeiners gefunden!!!

Ganz schön viel, was also in den Terminen vor sich geht. Oft genug fahre ich total überwältigt heim! Als ich noch nicht so viel Erfahrung hatte, fuhr ich einige mal mit Zweifeln heim. Ich hatte das Gefühl nicht gut genug behandelt zu haben. Mit der Einstellung, dem Hund und seinem Umfeld zu dienen, ist mir das nicht wieder passiert. Seitdem sind mir alle Hunde, die ich behandele, sehr sehr dankbar! :-) 

 

Tipps und Anregungen für dich zum selbst Ausprobieren zum Thema "Ausstrahlung":

 

1. Lege dir Stift und Zettel bereit. Trinke 2 Gläser Wasser.

 

2. Schau deinem Hund (oder einem Hund aus dem Internet) ins Gesicht. Nimm dir dafür Zeit. Schau nicht weg bis du Gefühle dazu bekommst. Gefühle zu den Eigenschaften, zu dem aktuellen Lebensgefühl, dem Gesundheitszustand...

 

3. Schreibe dir diese auf, mit Datum und Uhrzeit dazu.

 

4. Nun wiederhole das öfter, und in verschiedenen Situationen (z.B. auch mal wenn du mit deinem Hund draußen bist) und notiere deine Beobachtungen/Gefühle immer mit. Nach einiger Zeit hast du echt viel Aufschluss über das Gefühlsleben deines Hundes, und weist wie es ihm geht. Zudem wird es mit Übung immer leichter für dich den Zugang zu deinem Hund zu finden!

 

TIPPS:

ES KLAPPT NICHT: Kommen stattdessen Gedanken, lasse sie einfach weiterdenken, und warte auf Gefühle. Unsere Gesellschaft denkt viel mit der linken Gehirnhälfte. Zum fühlen und kreativ sein, benötigen wir die rechte Gehirnhälfte. Das braucht in einigen Fällen immer neue Anläufe und ein bisschen Durchhaltevermögen bis der Zugriff auf diese wieder gut gelingt :-)

 

Warum vorher Wasser trinken?! Unsere Körper kommunizieren durch elektrische Nervenimpulse. Für die reibungslose Reizweiterleitung ist ausreichen Flüssigkeit notwendig. Bei der Tierkommunikation nehmen wir feinste elektrische Impulse eines anderen Individuums wahr. Damit wir davon überhaupt etwas mitbekommen, ist es wichtig eine "störungsfreie Leitung" herzustellen.

 

Thema Mitleid: Hast du bei deinem eigenen oder anderen Tieren Mitleid, denke bitte einmal kurz über Folgendes nach: Jedes Tier, genau wie jeder Mensch, hat die eigene Verantwortung für sein Leben (und Sterben). Löst eine Tierkommunikation bei dir Trauer aus, ist das völlig in Ordnung. Trauer ist ein natürliches Lebensgefühl, und darf auch sein. Bitte lass das Gefühl des Tieres, welches deine Trauer verursacht hat, bitte beim Tier selbst, damit es das Thema auch selbst bewältigen kann. Wenn du die Tierkommunikation beendest, nehme bewusst DEIN EIGENES Lebensgefühl wieder auf.

Organsprache

 

 

Genau wie Hunde und Menschen eine globale Ausstrahlung haben, haben auch die "Einzelteile" eigenes Charisma.

 

In der Osteopathie (viszerale) ist das Erfühlen der Organe und deren Wohlbefinden entscheidend für die nachfolgende Behandlung. Nach fast zehn Jahren Üben, bin ich inzwischen darin ein Profi geworden. 

Die Organe haben eigene Zuständigkeiten, und strahlen deshalb auch voneinander komplett unterschiedliche Emotionen aus. Ich habe dir eine Liste gemacht von den Gefühlen und Themen der einzelnen Organe.

 

-unter der Kurz-Erläuterung des Organs stehen in den Klammern vorkommende "Organ-Gefühle" - 

 

Das Herz ist Zentrum der Trauer und Freude. Tipp: Hand auf's (Hunde-)Herz. Welche Gefühle spürst du?

(Freude, Liebe, Trauer, Verschlossenheit, Verliebtheit,..)

 

Der Darm übernimmt im Physischen die Verdauung. Auch im "Feinstofflichen" verdaut der Darm. Hier sind es Veränderungen oder ungute Umgebungs-Einflüsse, die auf die Darm-Energie schlagen können. 

(Stoffwechsel-"Status" spürbar, Verschlackung, Trägheit, Nervosität, ...)

 

Niere: Dieser Körperabschnitt steht bildlich gesehen für unsere Sicherheit und dem Halt im Leben. Bei den Hunden ist es genauso. Von hier kommt die Lebenskraft, und auch die Energie zu kämpfen, oder das Gefühl zu resignieren.

(Sicherheit, Resignation, Aufgeben, Spannung, Lebenskraft, "Genesungs"-Vermögen, Motivation, Unsicherheit, Panik...)

 

Die Leber stellt sowas wie einen Filter im Körper dar. Hier bleiben Ernährungsfehler nicht unentdeckt. Auch emotionale Nahrung, wie ein ungutes Umfeld, können auf die Leber schlagen, und dort zu Gefühlen der Auflehnung führen.

(Wut, Aggression, Verschlackung)

 

Die Lunge ist das Organ der Balance: Geben und Nehmen, Ausatmen und Einatmen. Aktiv sein (Einatmen) und loslassen (Ausatmen). 

(Druck, Last, Loslassen von Gefühlen und Annehmen von Veränderungen, Hilflosigkeit, Fülle im Leben)

 

Nahrung, auch emotionale Nahrung, gelangt immer in den Magen. Dort stellt sich bei guter (emotionaler) Nahrung ein gutes Gefühl ein, ein Gefühl der Sättigung und Zufriedenheit.

(Wohlgefühl, passende Lebensumstände, ausreichend Platz für Neues, Zufriedenheit, Übelkeit, Unzufriedenheit, Zugeschnürt-sein)

 

Wenn du wissen magst wie sich einzelne Organe anfühlen, probiere es an dir selbst aus: Lege deine Hand auf ein Organ, und fühle mal "rein". Oft gelingt das sehr gut!

 

Ich hoffe der Blog-Artikel kommt gut an und du empfindest ihn als Inspiration. Mich freut es, wenn du die Gefühle deines Tieres genau erkundest.

 

Viel Freude dabei!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Nicole Serafini (Freitag, 03 Februar 2017 13:59)


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Carina Gugel, Hundetherapeutin und -Trainerin
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